Dissertation

"Intuitive Bedienkonzepte von Ein- und Ausgabemöglichkeiten für mobile Informationssysteme (Navigationssysteme)"

Doktorandin zur Dr. Ing. an der Technischen Universität Berlin am Zentrum Mensch Maschine Systeme, Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft, Betreuer: Prof. Dr.-Ing. Matthias Rötting, Prof. Dr. rer. nat. Frank Heidmann

Zielstellung des Forschungsvorhabens ist die Formulierung von intuitiven Interaktionsmodellen für mobile Navigations- und Kommunikationssysteme aufgrund der Untersuchung und Evaluierung von mobilen Interaktionsmodellen/-logiken, deren prototypischer nutzerzentrierter Gestaltung des User Interfaces (GUI) und der Auswirkung verschiedener Formen der Benutzerführung und Selbststeuerung in mobilen Informationssystemen bei unterschiedenen Nutzergruppen. Es sollen allgemeingültige Gestaltungsrichtlinien für interaktive, intuitive Bedienkonzepte gefunden und Prinzipien für häufig wiederkehrende Entwurfsprobleme prototypisch entwickelt werden. Mit Blick in die Zukunft: Wie werden wir Menschen in der Zukunft mit technischen mobilen Geräten kommunizieren und diese zur Orientierung nutzen? Der Fokus der Forschung wird auf der Visualisierung der Informationen des Displays und den haptischen Ein- und Ausgabemöglichkeiten liegen: der Kombination von Soft- und Hardware.

Das erste Arbeitspaket setzt sich zusammen aus der qualitativen Produkt- und Marktanalyse und der praktischen Nutzerforschung. In dieser Arbeitsphase befinde ich mich und im Anschluss wird die User Requirements-Analyse beginnen.

Mitglied in der Arbeitsgruppe - IUUI - „Intuitive Use of User Interfaces

Die Gruppe wurde initiiert durch Mitglieder des Graduiertenkollegs „Prometei“ und etablierte sich am Institut „Mensch-Maschine-Systeme“ der Technischen Universität Berlin. IUUI versteht sich somit als unabhängiger, offener, interdisziplinärer Kreis von Personen, die einerseits die Überzeugung teilen, dass es sich bei intuitiver Bedienung um ein eigenständiges Konzept der Usability handelt. Andererseits haben alle Mitglieder das persönliche Interesse, dieses Konzept auf eine solide wissenschaftliche Basis zu stellen.

Workshop :: Perspectives on Intuitive Interaction Photos, Results.

Design Patterns :: Recherche Tool Recherche Tool // Design Patterns

User Interface von Kommunikationssystemen

Das User Interface von interaktiven Produkten trägt die Verantwortung dafür, dass der User seine Aufgaben schnell und effizient erledigen kann. Die Akzeptanz des Anwenders von Informations- und Lernsystemen hängt in immer größerem Maße von der Komplexität der Bedienung, wie Struktur, Navigation, Wortwahl, Verhalten, der engen Verknüpfung des Designs von Hard- und Softwaregestaltung ab, sowie von der Motivation des Benutzers zu kommunizieren und der persönlichen Identifikation des Benutzers mit dem Gerät. Insofern muss das User Interface-Design vor allem die allgemeinen menschlichen Schwächen berücksichtigen und die allgemeinen menschlichen Stärken erkunden. Neben der medienadäquaten Ausnutzung technologischer Möglichkeiten spielt vor allem die Nutzungskomponente „Mensch“ eine zentrale Rolle.

Bewegungsorientierte Handlungen und Gesten und deren Bedeutung

// Gestenerkennung. In der Kommunikation zwischen Menschen wird eine Vielzahl unterschiedlicher Modalitäten und Kommunikationsformen verwendet. Neben der Sprache, die eine wesentliche Rolle bei der Vermittlung symbolischer Information spielt, sind dabei Handbewegungen ein wichtiger Faktor. Menschen verwenden ihre Hände bei der Kommunikation für unterschiedliche Zwecke, beispielsweise zur Unterstützung sprachlicher Äußerungen. Für die Interaktion zwischen Menschen und Produkten ist die Nutzung der gestischen Informationen ein wesentlicher Bestandteil der Reiz-Reaktions-Wahrnehmung, die eine möglichst natürliche Interaktion unterstützen könnte.

Designqualitäten im User Centered Design Prozess

„Benutzerfreundliche Konzepte und Interfaces zu entwickeln, die unsere Lebensqualität verbessern und erweitern können. Den Mittelpunkt bildet dabei der Mensch, nicht die Technik. Es liegt uns weniger daran neue Techniken zu erfinden, sondern die versteckten oder ungeahnten Möglichkeiten bereits Bestehender zu entdecken, analysieren und erweitern.“ (Gillian Crampton Smith, Ivrea 2006)

Interaction Design Patterns für kleine Benutzeroberflächen

// Design Patterns. Wie sind diese Vorzüge in einem mobilen System gestaltbar? Mobile interaktive Informations- und Navigationssysteme geben ihren Anwendern die Möglichkeit, jegliche Art von Information, Produkt- oder Serviceleistung zu jeder Zeit an jedem beliebigen Ort dieser Welt in einer adäquaten Form individuell zugeschnitten abzurufen. Aus der Vielzahl und der Variationsbreite der Funktionalitäten für den Benutzer von mobilen interaktiven Informations- und Navigationssystemen resultiert eine neue, noch nicht einschätzbare Kommunikation zwischen Absender, Informationssystem und Adressat. In den Anwendungsbereichen Web und klassischem User Interface Design (GUI) existieren bereits Design Patterns-Bibliotheken, Web Style & Usability Guidelines (Apple Human Interface-Guidelines) und dienen als Referenz.

Visualisierung für Small Displays

// Verknüpfung von Soft- und Hardware. Die Auflösung der Hardware durch deren Miniaturisierung und die Verlagerung der Produktkommunikation auf die Software verändern unsere Sichtweise und die Handhabung mobiler interaktiver Produkte. Die Formulierung von wiederverwendbaren Gestaltungskriterien erfordert einen besonderen Fokus auf die Kombination von Soft- und Hardware bei interaktiven mobilen Systemen: Visualisierungskonzepte und Funktionselemente von intuitiven Bedienelementen müssen werden unter der Hinzunahme von wahrnehmungstheoretischen, semiotischen, ergonomischen oder gestalterischen Grundlagen neu kategorisiert, überprüft, formuliert und gestaltet. Ein möglicher Forschungsansatz aus der Kognitionswissenschaft ist die einfache abstrahierte Repräsentation wiederkehrender alltäglicher Erfahrungen, die sogenannten „Kognitiven Universalien“. [Steffen-Peter Ballstaedt, Kognition und Wahrnehmung in der Informations- und Wissensgesellschaft, S.2 ]

Intelligente Oberflächen im Ubiquitous Computing

// Eingabe- und Ausgabe Konzepte im Ubiquitous Computing." Als Ubiquitous Computing wird die Tendenz zur Verschmelzung von Computern mit bisher nicht computerisierten Gegenständen, sowie deren Vernetzung bezeichnet." (Weiser, 1993).

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